EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine sehr wirksame Methode
zur
Verarbeitung jeglicher Art von
Traumata.
Es können nicht nur Erfahrungen von körperlicher oder sexueller Gewalt
sein, Unfälle, Natur -
katastrophen oder Trauer, sondern auch wesentlich subtilere Formen von seelischem
Missbrauch oder emotionalem
Verlassenwerden.
Viele Probleme, wie psychische und psychosomatische Krankheiten oder
selbstschädigende
Verhaltensmuster haben ihren Ursprung in traumatischen
Erlebnissen unserer Kindheit.
Erlebnisse wie z.B. Krankenhausaufenthalte,
die aus der Sicht des Erwachsenen nicht
traumatisch
erscheinen,
aber für das Kind - das wir damals waren - die heile Welt zerbrochen
haben.
EMDR setzt durch bilaterale Stimulation Verarbeitungsprozesse bzw. seelische
Selbstheilungs-
prozesse
im Gehirn in Gang.
Durch Traumatisierungen ist die Verbindung von rechter und linker Gehirnhälfte blockiert,
das heißt z.B. die Verarbeitung des Geschehenen über Sprache und die zeitliche
Einordnung
als etwas Vergangenes ist nur unzureichend.
Deshalb sind traumatische
Erlebnisse in unserem Gegenwartsempfinden immer sehr präsent und
bestimmen
unser Leben mit.
EMDR ist kein Wundermittel. Erbliche Faktoren oder real begründete Ängste lassen
sich nicht
verändern, aber alles was wir erlernt haben, können wir bearbeiten und
verändern.
Mittlerweile wird EMDR nicht nur bei posttraumatischen Belastungsstörungen, sondern
zum Beispiel auch bei Ängsten,
Phobien
oder Panikanfällen, bei der Bewältigung von Trauer,
bei stoffgebundenen Süchten und
bei der seelischen Verarbeitung von schweren Krankheiten
wie z.B. Krebs eingesetzt.
Auch zur Behandlung von Traumafolgen bei Kindern und Jugendlichen wird EMDR
erfolgreich
eingesetzt.
EMDR gilt inzwischen als anerkannte Methode zur Behandlung von posttraumatischen
Belastungsstörungen bei Erwachsenen.
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